Das Beleuchtungsniveau ist entscheidend dafür, ob und wie wir unsere Umwelt wahrnehmen. Zu geringe Helligkeit erschwert ein entspanntes Arbeiten in der Küche oder am Schreibtisch, bei zu starkem Licht geht die Gemütlichkeit verloren. Was Sie über das Beleuchtungsniveau und die damit zusammenhängenden Normen wissen sollten, erklären wir Ihnen hier.

Vom Licht zum Beleuchtungsniveau

Das Beleuchtungsniveau ergibt sich aus der durchschnittlichen Beleuchtungsstärke eines Raumes in Lux. Während die Beleuchtungsstärke punktuell gemessen wird, spielen beim Helligkeitsniveau auch die Reflexionsgrade der übrigen Einrichtung eine wichtige Rolle. Je stärker eine Fläche das Licht reflektiert, desto heller wird der Raum. Ein schwarzer Teppich reflektiert beispielsweise kein Licht, eine weiße Wand hingegen bis zu 85 Prozent.

Das subjektive Helligkeitsempfinden

Wie hell ein Raum sein soll, hängt maßgeblich von seiner Funktion ab. Am Arbeitsplatz schreibt die Norm in der Arbeitsstättenverordnung nach DIN EN 12464-1 eine Beleuchtung von 500 Lux vor. Auch die Küche sollte mindestens so hell sein, bei Detailarbeiten mit scharfen Messern darf es sogar noch stärker beleuchtet sein. Doch die Lux-Zahl ist nur eine physikalische Größe, das subjektive Helligkeitsempfinden kann davon stark abweichen. So brauchen ältere Menschen oft mehr Licht im Alltag. Bedenken Sie auch Kontraste und Reflexionsflächen: an Arbeitsplätzen mit Bildschirmen erleichtern geringe Hell-Dunkel-Unterschiede das Arbeiten, während kleinere Lichtakzente und Schatten im Wohnzimmer eine gemütlich Atmosphäre entstehen lassen.

Intelligentes Lichtmanagement

Eine automatische Anpassung der Beleuchtung kann besonders am Arbeitsplatz oder im Home Office helfen, Müdigkeit vorzubeugen. Dabei scannen Sensoren die aktuelle Beleuchtungsstärke und passen sie je nach Uhrzeit und Tageslichteinfall an. Mit diesem Smart-Home-Konzept, genannt Human Centric Lighting, können Sie das Wohlbefinden maßgeblich steigern. Die gleiche Strategie wird zukünftig auch bei der Straßenbeleuchtung zum Einsatz kommen, um die Lichtverschmutzung effektiv zu verringern. Schließlich irritiert das erhöhte Beleuchtungsniveau in unseren Städten Insekten und Zugvögel. Indirekte Beleuchtung statt Spots und Flächen, die weniger stark reflektieren, könnten Abhilfe schaffen.
Die Beleuchtungstechnik entwickelt sich täglich weiter. Wussten Sie schon, was Sie heutzutage alles mit einer modernen Smart-Home-Installation steuern können?

 



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